Wo unsere Smartphones herkommen

Wir benutzen sie jeden Tag, doch wir fragen uns selten, wo sie herkommen: Der Weg eines Smartphones beginnt in Afrika und Südamerika und führt zu riesigen Fabriken in China. Unsere Grafik zeichnet ihn nach.

Die Rohstoffe in den Eingeweiden eines Smartphones kommen aus der ganzen Welt. Doch die Hunderten von Komponenten, aus denen die Telefone bestehen, werden zum größten Teil in Asien hergestellt. Dort werden sie auch zumeist zu fertigen Produkten zusammengesetzt. Wir haben als Beispiel das iPhone 6s von Apple ausgewählt und zeichnen seine Herkunft und seine Montage nach, bevor es in den Händen von Smartphonebenutzern auf der ganzen Welt landet. Zum größten Teil stammt es aus einer einzigen, riesigen Fabrik. Doch dazu später mehr.

Die Rohstoffe in einem iPhone

Wäre ein iPhone 6s mit Wasser gefüllt, gingen nur knapp 66 Milliliter Flüssigkeit hinein – das ist weniger als zwei Schnapsgläser voll. Trotz dieses begrenzten Volumens sind in dem Telefon 28 verschiedene Rohstoffe aus 19 verschiedenen Ländern verbaut und verlötet.

Die Herkunft der Rohstoffe

Die Mehrheit der Metalle und seltenen Erden in dem Smartphone stammt einerseits aus Afrika, andererseits aus China. Doch auch in Südamerika und Australien wird ein Teil gefördert. Einige Rohstoffe werden auch aus mehreren Ländern bezogen. So stammt das Magnesium für die Außenhülle des Telefons zugleich aus Brasilien, den Vereinigten Staaten, China und Indien. Tippen Sie auf die markierten Länder oder fahren Sie mit der Maus über die Karte, um zu sehen, wo der Weg Ihres Smartphones begonnen hat.

Wo die Rohstoffe zu Bauteilen werden

Auf der Verpackung eines iPhones steht „Designed by Apple in California“. Tatsächlich beschränkt sich Apple auf das Design der Telefone, selbst bauen tut es keines ihrer Teile. Das übernehmen Zulieferer in Ostasien – unter denen auch Unternehmen sind, die eigentlich zu Apples Konkurrenten zählen. Samsung etwa steuert zum iPhone 6s den Arbeitsspeicher bei, Sony die Kamera.

Eine Riesenfabrik für den Zusammenbau

Aus Rohstoffen von überall auf der Welt entstehen in ganz Ostasien Bauteile – doch zusammengesetzt werden die Apple-Smartphones schließlich nur noch von zwei Firmen: Foxconn und Pegatron, beides taiwanesische Unternehmen mit Montagelinien in China. Sie bauen alle iPhones, iPods und iPads der Welt. Zum größten Teil passiert das in einer einzigen, riesigen Fabrik in der zentralchinesischen Stadt Zhengzhou. Etwa die Hälfte aller weltweit gefertigten iPhones wird dort montiert – das sind 500.000 Stück, jeden Tag.

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